MS 13 - Stephan Baeck - Basketball Europameister
Shownotes
Heute zu Gast Stephan Baeck,
Mehrfacher Deutscher Meister im Basketball und Europameister 1993! JETZT REINHÖREN!
Viel Spaß mit dieser Folge MissionSport.
Transkript anzeigen
00:00:01: Der Podcast von Sportlerinnen für SportlerInnen.
00:00:05: Mission Sport, gemeinsam für deine Zukunft!
00:00:09: Herzlich willkommen zum Mission Sport Podcast mit Jerry und Thomas heute mit einer Kölner Basketball-Legende.
00:00:17: Er ist Europameister und laut ChatGPT nicht deutscher sondern belgischer Nationalspieler.
00:00:24: das lösen wir gleich noch auf dass das nicht ganz richtig ist.
00:00:28: Lieber Stefan schön dass du da bist
00:00:29: Hallo.
00:00:30: Ich würde jetzt gerne auf Bergisch antworten, aber es funktioniert nicht.
00:00:34: Sehr gut!
00:00:34: Ja Stefan zum Start.
00:00:36: Erzähl doch mal wo habt ihr beide euch eigentlich kennengelernt?
00:00:38: Wie ist da die Verbindung entstanden?
00:00:41: Kennengelernte haben wir uns bei den Rheinstaats.
00:00:43: In der
00:00:43: Kabine, würd
00:00:44: ich sagen.
00:00:45: Bei Thomas hat ein Vortrag gehalten, der sehr interessant war und die ganzen Spieler standen damit großen Augen.
00:00:53: Ich hoffe, da ist was draus entstanden.
00:00:55: Aber Thomas hat einen Vortrat über wie man ... sich heutzutage als junger Profi oder Profi versichert und da waren einige Spieler ganz baff.
00:01:07: Und jetzt haben wir ja in der Vita, in der Vorarbeit schon viel über dich gelesen.
00:01:11: Jetzt bin immer gespannt was du heute so erzählst.
00:01:12: Wann hat sich das denn bei dir rauskristallisiert?
00:01:15: Basketball die Nummer eins, weil wir haben gehört dass du auch im Fußball ganz gut warst.
00:01:18: Dann bitte rein aufs Fall gespielt beim Vov B Sinastoff.
00:01:24: Wann ging es da Richtung Basketball?
00:01:26: Ich bin glaube ich in Deutschland sozialisiert worden im Sport und habe auf jedes Garage-Tor gepölt was da rumstand.
00:01:34: und Fußball war toll für mich als ich dann dreizehnt vierzehn war und schon bei den Herren mitspielen sollte gegen ganz gut und die dann immer zum Frühstuppen nach dem Spiel sind.
00:01:49: Sorry, das war doch nicht so meins!
00:01:51: Und dann meine Freunde in der Schule haben alle Basketball gespielt, meine Schwester hat Basketballgespielt und dann haben sie mich so mitgenommen und dann habe ich das relativ schnell gelernt.
00:02:01: Ich bin dann sozusagen auf dem Freib Platz an der Sportdurchschule in Köln groß geworden.
00:02:08: In jede freie Minute bin ich dann von Puhleim, meine Eltern sind nach Sinnersdorf gezogen.
00:02:13: Also sinnersdorff-Puhleib nach Köln zur Sportesschule getingelt um da das ganze Wochenende in der Barzuma zu spielen.
00:02:19: und ja so ging es los.
00:02:22: Dann hat man mich gefragt hey spiel zum Fein und ich neh.
00:02:25: und dann bin ich über Leberkusen die mich dann in den Jugend aufgenommen haben.
00:02:31: Da bin ich denn da über Lebergusen und hab meiner Karriere begonnen.
00:02:36: Und wann war so klar, dass es dann Richtung professionellen Basketball geht?
00:02:41: Das war mir aber das schon immer klar.
00:02:43: Meine Eltern vielleicht nicht, die wirklich sagen bitte nicht jetzt hier durchdrehen.
00:02:48: Das sind nur ganz wenige der schaffen im Profisport in Deutschland und Basketball schon gar nicht und das wird nicht funktionieren und ich war aber relativ studiert schon immer schon immer sehr stur.
00:03:01: Und ich habe halt so schnell, so viel gelernt und ich hab glaube ich mit vierzehn oder fünfzehnten angefangen dann in Liberkusen zu spielen und ein Jahr später habe ich denn in der WBV-Hauswahl gespielt, kannte mich keiner und dann habe ich zwei Jahre später habe A-Nationalmannschaft gespielt.
00:03:16: also das war dann ja wenn man so schnell so lernt und diese Erfolgserlebnisse die beflügeln dann ein und drängen einen dazu noch mehr zu investieren, noch mehr Zeit.
00:03:27: Und das war für mich sehr schnell klar, dass ich diese Zeit im Spiel, für mich war es immer ein Spiel, Sport und Spiel verbringen
00:03:34: wollte.
00:03:35: Wir haben ja auch in der Vorbereitung spannende Spitznamen von dir gehört... Das wird
00:03:40: ein schwieriger Podcast.
00:03:42: Wie kommt der Name Kirmes?
00:03:45: Ja, ich habe es eben gesagt.
00:03:48: Für mich war's ein Spiel.
00:03:50: Ich hatte eine Gruppe von Freunden, die dem Basketball verfallen sind und früher gab es einen Videoservice mit VHS-Tapes aus Amerika.
00:04:00: Ponto Video Service!
00:04:02: Und da gab's jeden Monat zwei VHS Videokassetten wo man auswählen konnte – eine Profimannschaft und eine College Mannschaft.
00:04:10: Wir haben nichts anderes getan als auf diese Videos zu warten, wo denn unsere Idoles waren?
00:04:15: wirklich Michael Jordan, Magic Johnson, Karima Tujaba, Dr.
00:04:18: J bei den Profis und dann die besten College-Spieler.
00:04:22: das gezeigt haben wir so, wow!
00:04:25: Und wir haben nichts anders getan als diese Kassetten zu gucken sofort auf dem Freiplatz und dann versucht diese Moves nachzumachen wie man das Spiel hat lernt.
00:04:34: Für mich war immer klar dass ich diese Movers auch im richtigen Spiel anwenden wollte und nicht einfach nur für die Show machen, sondern ich wollte wissen was funktioniert.
00:04:46: Und so habe ich das dann eben auch mal probiert und das ging sehr oft sehr gut.
00:04:51: manchmal eben auch nicht immer.
00:04:54: wenn es nicht gut ging dann sagte der Trainer wahrscheinlich Kirmes oder Mitspieler aber ich glaube es hat mehr funktioniert als es nicht funktioniert.
00:05:03: also im Fußball würde man sagen was Brasilianer
00:05:06: Das ist eine schöne Umschreibung, das würde mir jetzt schmeicheln.
00:05:10: Aber Kirmes war für mich auch immer so... Ich habe es gar nicht so gern gehört weil er es immer mit geschwungen hat dass ich das Spiel nicht ernst nehmen.
00:05:18: Das sah vielleicht bei mir nur so aus.
00:05:21: Viele sagen, ja das hat immer so leicht ausgesehen Ich habe das schon ernst genommen und ich weiß, wieviel man investieren muss um dann am Ende wenn es wirklich drauf ankommt.
00:05:33: Das auch leicht aussehen zu lassen aber das viel mehr leicht so dass das investieren in die sport hat in das was sich am liebsten mochte.
00:05:41: das viel mir sehr leicht und deswegen konnte ich's vielleicht so auf dem spielfeld herum setzen.
00:05:44: jetzt hast ja in deutschland sag ich mal das höchste erreicht was man erreichen kann.
00:05:47: hast erste liga gespielt hast für die nahrmannschaft gespielt da gehen wir gleich einmal darauf ein.
00:05:52: Jetzt ist ja der größte Traum von den meisten Spielern, du hast eben gesagt auch mal vielleicht nach Amerika zu schauen als College oder in die NBA.
00:05:58: Gab es da bei dir Berührungspunkte?
00:06:00: Hattest du den Traum immer?
00:06:01: oder erzähl mal da ein bisschen was zu tun?
00:06:03: Also es gab zwei Berührungspunkte.
00:06:05: das eine war als ich von also sich man in die Oberstufe gekommen in die zehnte Klasse und habe dann schon mit einer Junior-Nationalmannschaft gespielt.
00:06:14: und dann haben mich sehr viele Colleges angesprochen.
00:06:18: Aber ich war zu naiv.
00:06:19: Also, ich habe dann ja diese College-Spiele gesehen und überhaupt nicht registriert, dass sie alle vier Jahre älter sind als ich, also erwachsene waren.
00:06:26: Und er hatte denn Angebote von vielen verschiedenen Colleges und sollte dann rüber.
00:06:32: Ich hab mich nicht getraut muss man echt sagen.
00:06:34: Ich habe nicht gedacht, dass ich mit diesen Monstern auf der anderen Seite da spielen kann.
00:06:39: Dann habe ich meinen ersten Profivertrag hier in Köln bekommen Hab meine frühe Frau kennengelernt.
00:06:45: Passte dann relativ viel und ja, hab mich dann entschieden hier in Köln meiner Basketball-Karriere zu richtig zu beginnen.
00:06:52: nachdem ich in Leverkusen so die ersten Schritte gemacht habe Und das war der erste Punkt.
00:07:00: viele sagen Ja bereust du das?
00:07:01: Ich bin nie ein Typ der das bereut.
00:07:04: jetzt so in der Retro Perspektive Hätte man sagen können, ja das wäre vielleicht schön gewesen.
00:07:11: Aber ich lade dir glaube ich so ein ganz schönes Leben und eine ganz schöne Karriere.
00:07:16: Der nächste Schritt war dann als ich dem einen Jahr in Köln schon gespielt habe und auch wie wir in der Europa-Liga gespielt haben dass sich ein Angebot oder eine Einladung von den Philadelphia Sevenies Sixers bekommen habe in dieses Profi-Camp in die NBA zu gehen.
00:07:30: Und da wollte ich das auch!
00:07:34: Aber auch da war ich viel zu naiv.
00:07:35: Heutzutage hat man dann, wenn man so eine Einladung bekommt, einen Tross von Coaches.
00:07:40: Es ist wie in so einer Ich-HG.
00:07:41: Man muss sich wirklich vorstellen, dass man einen Mental Coach ein Athletik-Coach, Ernährungsberater und Agenten hat.
00:07:48: Ich wollte tatsächlich nur spielen.
00:07:52: Nach der Europamei oder nach der – ich weiß gar nicht was für eine Meisterschaft es war – Nach der Nationalmannschaft bin ich direkt nach Hawaii.
00:07:59: Ich habe da sehr viel trainiert, war morgens gelaufen, Krafttraining gemacht, abends im College gespielt um mich dann auf dieses Camp vorzubereiten aber in dem Klima und mit dem Essen was ich gehabt habe, ich habe abgenommen ohne Ende und am ersten zwei Tage in diesem Camp die sind an mir vorbei gelaufen.
00:08:18: Ich hatte überhaupt keine Power!
00:08:19: Habt mich dann reingegruft also?
00:08:21: Und war denn auch bis zum Ende dabei Und es hätte sich zwischen mir und einem anderen entschieden, ob ich dann mit in dieses Sommerleague-Team gehe.
00:08:30: Da ich jetzt aber schon einen Vertrag in Köln hatte und der andere das unbedingt auch wollte – und Kölnen auch sagte, ich glaube besser, wenn du jetzt kommst habe ich mich dann entschieden oder….
00:08:42: Das ist auch entschieden worden von den Verantwortlichen der Seven East Sixers, dass ich dann im nächsten Jahr nochmal wiederkommen sollte.
00:08:48: Bisschen zunehmen.
00:08:49: Ich nach Hause gefressen wie ein Schwein, Krafttraining gemacht wie ein Schwein und aber festgestellt das es auch nicht ich war.
00:08:56: Das war kräftig geworden, ich habe schwer, aber das war irgendwie... War
00:09:00: nicht der Zocker?
00:09:01: ...das war nicht der Kirmes!
00:09:03: Und ja, dann hab' ich dieses Thema dann eben auch
00:09:07: adaktiert.
00:09:07: Wie alt warst du da, als du da drüben warst?
00:09:10: Da war ich... das waren, wann war das, um... ...'八zig, sieben und achtzig.
00:09:16: Mit der
00:09:17: zwanzig an.
00:09:17: Ja mit der Zwanzig Anfang zwanziger.
00:09:19: Wahnsinn!
00:09:20: Du hast ja erzählt, du bist insgesamt sechsmal Deutsche Meister geworden Und auch mit unterschiedlichen Kölner-Mannschaften, wenn wir das richtig recherchiert haben.
00:09:29: Da gab es ja diverse Umbrüche in der Stadt Köln.
00:09:31: Vielleicht magst du uns da mal mitnehmen was so deine Sichtweise auf den Kölners Basket beim Speziellen ist?
00:09:36: Also
00:09:36: ich habe ja angefangen in Kölnen und die Spiele zu sehen und Michael Pappert und Klaus Sander, mit dem ich sogar noch gespielt habe... Das war Saturn Köln.
00:09:48: Das ist ja auch aus dem ASV-Köln entstanden und die haben dann, wo du das mal gesehen hast in der ASV Halle gespielt.
00:09:56: Und das so war für mich das Ziel damals zu spielen und das habe ich dann ja auch geschafft.
00:10:02: Es war Saturn, es war glaube ich sehr erfolgreich.
00:10:04: wir waren zweimal deutscher Meister und dann hat Fritz Waffensch mit der Eigentümer von Saturn verkauft.
00:10:12: zur Kaufhof oder Metro AG Die haben das Sponsoring eingestellt und dann gab es erstmal nichts.
00:10:20: Also wir haben das ein bisschen weitergeführt, haben einen neuen Namensgeber gefunden in Galatasarayköln.
00:10:24: Oh!
00:10:25: Also Galatasary hat die Finanzierung übernommen aber das hat alles nicht funktioniert.
00:10:32: Standen wir denn nach einem Jahr oder nach dem halben Jahr standen wir da?
00:10:36: Das versprochene Geld kam nicht an warum auch immer.
00:10:41: Es war für mich als Spieler nicht bestrebenswert reinzuschauen, warum das nicht ankam.
00:10:46: Aber auch da ranken sich Mühten und sehr viele Geschichten.
00:10:51: Ich glaube, dass es auch noch mal ... Das hätte immer ein Doku sein können, so eine Investigationsgeschichte.
00:10:59: Jedenfalls gab's nicht mehr und das Ganze ist dann den Bach runter.
00:11:03: Und dann gab's paar Jahre lang kein Basketball.
00:11:06: Dann bin ich nochmal nach Berlin gespielt.
00:11:13: wunderschöne Zeit in Berlin, also ich bin halb Kölner, halb Berliner.
00:11:16: Alba war ja eigentlich so Bayern München des Basketballs oder kann
00:11:18: man das sagen?
00:11:19: Ja, aber auch eine sehr interessante Geschichte!
00:11:23: Alba hat sich da aus dem Nichts nach oben gearbeitet mit Alba als Namensgeber und die sind schon fast dreißig Jahre lang.
00:11:35: In derselben Struktur und für mich war Alba immer so ne Blaupause für Köln.
00:11:40: Also das ist eine Stadt in der Großstadt, wo es mehr als hundert Bundesligisten gibt.
00:11:44: Wo es einen sehr dominierenden emotionalisierenden Fußballverein gibt.
00:11:48: genau wie hier mit dem FC haben die es geschafft sich über die Grenzen und über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen zu machen.
00:11:55: Und ich denke wenn das in Berlin funktioniert habe ich immer gesagt dann funktioniert's auch hier in Köln.
00:12:00: Aber die Zeit in Berlin war sehr schön.
00:12:04: Ich habe den Faden ein bisschen verloren, aber das...
00:12:06: Wie viele Jahre hast du in Berlin gespielt?
00:12:08: Knapp fünf oder sechs Jahre.
00:12:10: Vier Jahre!
00:12:10: Von zweihundneinzig bis bis sechshund neunzig.
00:12:15: und dann bin ich nach Griechenland, nach Pauk.
00:12:17: Da habe ich dich ja in der Eingangs-Szenerie, das haben die Hörer jetzt nicht mitbekommen.
00:12:22: Schon was zugefragt weil ich sehe immer im Internet diese Videos aus den Hallen da mit dem Bengalos.
00:12:25: und genau bei dem Verein hast du gespielt?
00:12:27: Bei Pauk, Tessaloniki...
00:12:28: Ja eigentlich glaube es ist ...Pauk ist schon speziell.
00:12:31: die Leute in Griechenland sagen, Pauks wie Religion.
00:12:34: Hinzu kommt dass in Asaloniki, was ja auch noch nicht Athenes aber schon eine schöne Stadt direkt am Meer gelegen noch ein anderen Verein hat oder mehrere Basketballvereine hat, aber einen wo es richtig heiß herge.
00:12:47: Das ist Ares Saloniki und Pauksaloniki.
00:12:49: das ist wie jetzt am FC und München-Ladbach oder FC und Leverkusen.
00:12:57: Und die haben alle in derselben Halle trainiert und gespielt.
00:13:01: und das war auch wirklich so dass Die Mannschaften haben sich die Trainingszeiten geteilt.
00:13:07: Einmal hat die eine Mannschaft um neunzehn Uhr oder neunzentdreißig trainiert und das ist die andere Mannschaft dann danach, also erst um halb zehn.
00:13:15: Und im nächsten Tag war es umgedreht.
00:13:17: Das hat aber auch dazu geführt dass es im Winter bitter kalt war in der Halle.
00:13:21: man glaubt nicht wie kaltes ein Griechenland werden kann in der Winterzeit.
00:13:25: Und die Halle waren nicht geheizt weil keine Mannschaft für die andere Halle für die anderen Mannschaft die Heizkosten zahlen wollte.
00:13:33: Also haben beide Mannschaften in der Kälte trainiert.
00:13:36: Wahnsinn, wir haben da mit Sweatsroots und also mit Handschuhen saßen wir auf der Bank und decken und das war Unglaublichkeit!
00:13:45: Aber hat sich keiner zu durchregen können dass wir... Dass dann mal die Heizung bezahlt
00:13:49: wurden.
00:13:49: Aber dafür hast du bei den Spieltagen gebrannt?
00:13:51: Bei den Spielplanen... Du musstest wirklich reinlaufen.
00:13:54: Also du kamst aus dem Katakomben mit so einem Vorhang.
00:13:56: Du musst es da durchsprinden weil du wurdest mit allem befeuert was gerade Was da gerade in der Hand von den Zuschauern, von den gregnischen Zuschauers war.
00:14:08: Diese Münzen die man... Das ist die Werfen-die-Münzen.
00:14:12: Die tun weh!
00:14:13: Die tun noch mehr weh wenn die vorhin mit dem Feuerzeug angeflempt werden damit sie heiß sind.
00:14:18: Also es war Wahnsinn.
00:14:20: Ein Mitspieler von mir ist im Mittelkreis gesprungen.
00:14:22: Da kam dann so ein Riesenböller.
00:14:23: Der ist direkt neben dem explodiert.
00:14:25: Die ganze Hose war aufgeschlitzt.
00:14:27: Es machte sich kein Bild Wenn wir, also das war eine Zehnmannschaften die dann in Athen gespielt haben.
00:14:35: Wenn wir den Auswärtsspielen an Athen hatten sind wir vom Flughafen mit einem Polizeischutz und Bus abgeholt worden.
00:14:42: Und sobald wir in der Nähe nicht stattgefahren sind mussten alle weg von den Fenstern.
00:14:46: Wir mussten allen nach
00:14:47: hinten
00:14:48: drücken?
00:14:48: Nein natürlich nicht aber als Vorsichtsmaßnahme.
00:14:52: Also ich als Deutsche Kartoffel... Ich hab mich wirklich gefreut!
00:15:00: Immer gedacht so, Deutschland ist immer sehr gerade und ordentlich.
00:15:04: Und es gibt so viele Regeln.
00:15:05: Ich glaube ich werde mich sehr wohlfühlen in Südeuropa.
00:15:11: Das war schon für mich echt anders, das war wirklich heavy.
00:15:15: Hat dazu geführt dass ich nach meiner Zeit in Griechenland mich auch sehr wohl wieder in Deutschland
00:15:18: geführt habe.
00:15:20: Wir nehmen uns mal mit nach der Zeit in den Griechland.
00:15:23: Wo ging's dann nochmal hin?
00:15:24: Ja, da ging's nach Herden zu den Ruhrdavils.
00:15:31: Also das war die Zeit, wo ich meine Karriere auch ausklingen lassen habe und hatte dann noch eine Anstellung beim Verband als PR Manager.
00:15:40: Ich weiß nicht ob der Verband genau wusste was ich machen sollte und hab mir denn also Aufgabengebiete gesucht, hat dann die Nationalmannschaften medial betreut und versucht da ein bisschen Werbung für den Verband zu machen.
00:15:55: Vormittagstraining oder Vormitagsarbeiten beim Verband und Abendstraining.
00:16:00: Ich habe aber in Köln gewohnt, die Jahr eins ist sehr schön zu fahren morgens und abends.
00:16:06: Einiges los?
00:16:06: Schon damals wahrscheinlich!
00:16:09: Nimm es momentan.
00:16:11: Du hast gesagt sechsmal deutscher Meister und dann sicherlich dreinneunzig.
00:16:16: eines der größten sportlichen Erfolge zum damaligen Zeitpunkt für den deutschen Basketball mit der Goldbindallie oder mit dem Sieg der Europameisterschaft, was würdest du sagen war so Rückblickend der größte sportliche Erfolg in deiner aktiven Karriere?
00:16:31: Also das ist immer schwer zu sagen dass man besser und schöner.
00:16:35: Aber wenn man lebt ja immer den Augenblick.
00:16:37: meine erste Meisterschaft wo ich noch eine Jugend gespielt habe mit Leverkusen war die große Welt für mich, dass wir das geschafft haben dann nach Köln und zweimal hintereinander deutscher Meister zu werden im entscheidenden Spiel sieben, dreißig Punkte gemacht haben.
00:16:54: Das war für mich so ... Da wusste ich was ich ... Wo ich hin kann?
00:16:59: Das waren toll!
00:17:01: Du sagst es die Europameisterschaft, dreiundneinzig.
00:17:05: Das waren mehr als nur diese dreiund neunzig.
00:17:08: Diese Mannschaft wir waren sechs Jahre zusammen mit Zwerdeslav Pesic als Trainer der Unnachgiebig, unnachlässig mit so viel Herz und so viel Liebe für jeden einzelnen Spieler die Mannschaft sechs Jahre lang geformt hat.
00:17:21: Und uns erst mal dieses Selbstvertrauen einen getrichtet hat dass wir nicht eben die Deutschen sind die immer gegen Jugoslawien oder Spanien oder Griechenland oder gegen Russland damals noch Russland verlieren mussten sondern das wir tatsächlich da uns beweisen können.
00:17:39: Wir haben die Olympiakwalifikation, der war bei der Olympiade in Barcelona.
00:17:46: Und da wussten wir schon ja, dass wir mit den ganz großen Spielen können.
00:17:49: Das gipfelte dann natürlich auch im Wahnsinnigen Turnier wo wir glaube ich die ersten beiden Spieler verloren haben.
00:17:57: Dann gegen die Türkei in Berlin unbedingt gewinnen mussten um die nächste Runde zu schaffen.
00:18:03: und wir kommen in die Halle und es sind von sieben tausend Zuschauern in fünftausend Türken
00:18:10: Auswärtsspiel.
00:18:11: Aber das war für uns dann auch, wir waren gesteht!
00:18:14: Wir waren wirklich diese sechs Jahre lang wussten wir was auf uns zukamten und haben dieses Spiel dann eindeutig gewonnen und haben uns dann über Viertelfinale halbfinale Finale jedem Spiel gesteigert und einen großen nach dem anderen rausgekegelt immer ganz knapp mit letzten Wurf und letzten Sekunde und richtige Entscheidung getroffen.
00:18:33: es war Es sollte wohl so sein.
00:18:36: Zwerdeslav Pesic übrigens, der hat von jedem Spieler den chinesisches Horoscope erstellen lassen.
00:18:45: Wahnsinn!
00:18:46: Der wusste dann oder wollte wissen zu welcher Zeit, welcher Spieler vielleicht im Biorethmus und in welchen Tag er besonders gut das hatte einfließen lassen in seiner Bewertung wer denn spielt?
00:18:57: Wir hatten auch eine gute Mannschaft, wir hatten bestimmt zehn, zwölf Spieler die alle immer auf dem Spiel zeigen konnten.
00:19:02: Hast du das dann auch in deine späteren Trainer-Tätigkeiten mit übernommen?
00:19:05: Ist das so ein Heck oder ist es jetzt nicht mehr zu empfehlen.
00:19:09: Ich
00:19:09: glaube, als ich angefangen habe, Trainer zu werden was ich nie wollte aber mich haben plötzlich alle angeschaut.
00:19:20: Aber ich hatte immer nur gute Trainer und alle Einflüsse die man hat versucht Einbringen zu lassen auf die eigene Art und Weise.
00:19:33: Und dann habe ich ein bisschen von Toni de Leo, der mein erster Trainer war, der mich ganz nach vorne gebracht hat, der nie laut geworden ist sondern dem mir so viel Selbstvertrauen gebracht hat.
00:19:42: Der mich Kirmes hat sein lassen.
00:19:45: Übers Wettislaw Persic, der mir dann beigebracht hat dass Basketball eben nicht nur Spiel ist, sondern auch Arbeit und trotzdem aber auch noch Michard spielen lassen.
00:19:56: Von diesen beiden Einflüssen habe ich immer versucht so ein bisschen mich selber als Trainer zu sehen, aber auch festgestellt.
00:20:02: Das ist dann spielen und man muss seinen eigenen Weg finden.
00:20:08: Wenn nicht eins weiß, dann kann Zwerdeslav Berzic nicht spielen.
00:20:14: Man kann nicht so sein!
00:20:15: Also nach außen wirkt er ja als ziemlich harter Hund.
00:20:18: Ja, harter Hund!
00:20:19: Aber es ist die Art und Weise wie er auf dem Spielfeld kommuniziert, wie er mit den Schiedsrichtern kommuniziert oder mit den Spielern kommuniziert... Es gibt keinen Menschen, keinen Trainer, den ich bisher gesehen habe der das so macht wie Svelislav Persic.
00:20:34: Und er hat auch die Bayern jetzt wiedergenommen, nachdem sie in der Euro League nicht funktioniert haben und dann hat sich erst mal auf ein ganz anderes schnell sehr schnell auf eine andere Stellenwert gehoben.
00:20:44: Das gibt nur diesen einen Menschen und alles andere wäre Show.
00:20:48: Und ich hatte auch mal eine Zeit lang, wo ich das versucht habe so umzusetzen aber... ...ich glaube man muss sich selber finden als Trainer.
00:20:55: Ja jetzt muss ich natürlich trotzdem nochmal auf die NBA eingehen ne?
00:20:58: Nach so einer Europameisterschaft wenn ihr die oder ihr habt die dann gewonnen je weiter Anfang zwanzig.
00:21:04: ist es da nicht so dass dann automatisch aus der Amerika jeder Spieler anfragen ohne Ende bekommen?
00:21:07: weil die Scouts sitzen doch auch bei der Europameisterchaft oder interessiert ihr das gar nicht?
00:21:10: Sitzen die mehr in den Colleges in den USA?
00:21:13: weil sie sagen die europäischen Spieler Die haben die Qualität nicht oder die schaffen sowieso nicht?
00:21:17: Ja, zu der Zeit war tatsächlich ein Spieler bei uns Hans Ignat.
00:21:21: Der mit mir auch in Köln gespielt hat und Berlin gespielt.
00:21:24: Nationalmordskapitän war also wirklich der auch eine Einladung auch nie paar Jahre vorher aber schon von Miami hatte.
00:21:33: Es war super, super schwer für europäische Spieler damals den Sprung nach Amerika zu schaffen weil Die ganze Denke.
00:21:41: Die Amerikaner haben den europäischen Basketball damals belächelt, muss man sagen die ist nicht ernst genommen worden.
00:21:49: und das hat sich so entwickelt dass die Athletik und das Basketball Knowledge und dieses Aufwachsen mit der Sportart Basketball in Amerika ganz groß war.
00:22:03: Aber das Spielverständnis und die Art und Weise, wie junge Spieler hier ausgebildet worden in Europa immer besser wurde.
00:22:10: Das damalige College-Programm hat verboten, dass College-Spieler mit älteren Spielern zusammen trainieren.
00:22:20: In Deutschland konnte ich als vierzehn, sechzehn Jahre bereits mit Profis zusammenspielen, haben Herrenmannschaften gespielt.
00:22:25: D.h.,
00:22:25: die Entwicklung der Jugendspieler war viel viel Ausgebildeter in Europa als damals in Amerika.
00:22:32: Das ging dann langsam los, dass die ganzen Colleges sich erst mal nach Europa orientiert haben um den besten Spieler dort mit einem College-Programm abzudecken.
00:22:43: Aber damals auch die ganz guten Spieler gar nicht ins College gegangen sind weil dort wurde natürlich kein Geld bezahlt.
00:22:49: es gab halt eine Ausbildung.
00:22:50: aber hier gab's junge Spieler die wirklich viel Geld verdienten und eine professionelle Karriere in Europa schon vor Augen hatten, die dann nicht nochmal den Sprung ins College gemacht haben.
00:23:04: Und dann der Sprung von Europa nach Amerika in die MBE – da haben viele nicht dran geglaubt!
00:23:10: Das ist heute komplett anders.
00:23:11: Heute gucken die ganzen NBA-Scouts auf jedem internationalen Turnier, es gibt die ganzen internationalen Jugendturniere.
00:23:17: Dort werden schon Jungs rausgefiltert, die den Sprung in Amerika schaffen.
00:23:23: Und wenn man sich die MBE heute anschaut, dann sitzt in jeder Mannschaft zwei, drei, vier, fünf Europäer, die wirklich gut spielen – also Jokic, Donchic.
00:23:31: Ich
00:23:31: glaube, wir haben letzten zehn Jahre überwiegend europäische Spieler
00:23:36: MVP geworden?
00:23:37: Ja genau!
00:23:38: Also diese Kombination aus Spielverständnis, Willen und Athletik ist bei Europäern...
00:23:48: Und wenn man jetzt die Rolle, du hast ja wie Thomas schon gesagt, du bist eigentlich Mr.
00:23:51: Köln Basketball Trainer, Funktionär, Manager, Geschäftsführer ist denn Amerika trotzdem für dich dann jetzt weiterhin interessant?
00:23:59: Für die Spieler, die es da nicht in die NBA schaffen und dass ihr die ausleihen könnt hier nach Deutschland.
00:24:02: oder wie funktioniert so
00:24:03: was?
00:24:03: Also das ist jetzt... Jede Mannschaft hat ein zwei Spieler also nicht ein zwei sondern es gibt Regeln.
00:24:13: In der ProB müssen immer drei deutsche Spieler auf dem Feld sein.
00:24:18: Die Pro B und auch die Pro A in Anführungsstrichen hat sich als Ausbildungsliga etabliert für junge deutsche Spieler oder junge lokale Spieler, die den Sprung in die erste Liga in Deutschland machen wollen Und dafür sind diese Liegen super.
00:24:33: Wir müssen immer drei Deutsche auf dem Feld sein, aber natürlich hat jede Mannschaft auch zwei oder drei in der Pro-A sogar vier bis fünf Ausländer.
00:24:40: Die dann natürlich... wir haben in Franzosen, wir haben drei Amerikaner und wir haben Kanadier.
00:24:51: Das ist keine Frage, dass man sich aus der ganzen Welt die besten Spieler zusammensucht.
00:24:57: Das Potenzial in Amerika ist natürlich unendlich groß, weil auch nur eine begrenzte Anzahl der Spieler die aus dem College rauskommen in den MBE Fuß fassen können.
00:25:06: Die dann natürlich angewiesen sind sich wenn sie Basketball als ihre Karriere, als ihre Sportart, als Profi weitermachen wollen neue Mannschaften suchen die eben nicht in Amerika und in den USA stattfinden sondern eben in Italien Spanien Frankreich Deutschland Belgien oder In allen möglichen europäischen Standorten.
00:25:27: Und das ist ein großer Pool und als Sportdirektor oder Manager sucht man sich dann mit dem Trainer zusammen, die geeigneten Spieler raus, die in die Mannschaft passen.
00:25:37: Das gibt jedes Jahr in Las Vegas eine Sommerliga, die dazu dient wo sich solche Spiele auch... Präsentieren können als Showcase, entweder dann die NBE-Mannschaft, die dort spielt in der Sommerliga schaffen oder eben nicht nach Europa gehen.
00:25:55: Habt ihr denn ... Oder bist du auch immer vor Ort und schaust dir da an?
00:25:58: Als wir in der ersten Liga gespielt haben ja jetzt in der zweiten Liga und in der ProB versuchen wir das Zielgerichtete einzusetzen, als dass der Manager nach Amerika fährt und da Spielersucht.
00:26:09: Also es ist so ein großer Markt, jeder Spieler hat einen Agenten.
00:26:14: Es gibt Videoportale, die Agenten versorgen einen mit Statistiken Videos.
00:26:19: Es ist aber immer schwierig den Spielern nach Highlight Reels zu verpflichten weil das sieht jeder Spieler aus wie Michael Jordan sondern die Kombination aus vielen Spielen sehen, Analyse der Datenstatistiken.
00:26:32: wir haben sehr akribisch arbeiten Trainerstamm, der die Statistiken dann kombiniert mit den Videobildern.
00:26:41: Das ist alles schön und gut.
00:26:43: Dann aber vor Ort sein, den Spieler sehen eben einen in die Augen gucken, partakte miteinander reden wissen wir bewegt sich auf dem Spielfeld ist immer noch was anderes.
00:26:51: Und ich denke dass wenn wir hoffentlich bald wieder mal in der ersten Liga hier in Köln spielen, dann wird unser Manager wie immer das auch sein mag, wie er dann auch vor Ort seien müssen und mit den Spielern persönlich sprechen.
00:27:03: Und wenn Sie mal mit, du hast es ja gerade gesagt das auf die Frage von Jerry.
00:27:07: Ja viele Spieler damals da nicht den Sprung nach Amerika gemacht haben weil im College wenig Geld bezahlt wurde?
00:27:15: Kein Geld!
00:27:16: Doch man hat seit zwei Jahren gibt's tatsächlich diese Regel komplett gekippt ist was dazu geführt hat dass alle jungen Talente egal aus welchem Nation sich einen Riesenvertrag im College haben und die europäischen Ausbildungsstätten ihre Spieler nicht halten können.
00:27:32: Aber das wird jetzt auch wieder sich bald verdrehen.
00:27:37: Nimm uns mal mit, du bist ja sehr früh in die erste Mannschaft bei Liverkusen hochgezogen worden und bist dann Profi geworden.
00:27:45: Wie war so damals die wirtschaftliche Konstellation vergleichbar?
00:27:48: Wie heute?
00:27:49: war das noch lukrativere Zeit im Basketball?
00:27:53: Nein!
00:27:55: Ich war einer der ersten Generationen, die wirklich ihr Leben bauen konnten mit Basketball.
00:28:01: Das habe ich in Köln gemacht und hatte einen Minijob im zweiten Jahr doppelt so viel verdient, weil meine Karriere dann auch nach oben ging.
00:28:13: Als ich von Leverkusen nach Kölnen gegangen bin, war das noch mal ein deutliches Upgrade in meiner Vertragsebene.
00:28:22: Und so habe ich mein Leben halt gebaut und das war übrigens immer ein Ziel für mich auch zurückzukommen nach Köln, wo ich mein leben mit Basketball bauen durfte.
00:28:30: Den Jungs die gleiche Perspektive oder Jungs und Mädchen damals Die Gleiche Perspective zu bieten jetzt wie ich damals hatte.
00:28:38: Das geht nur über Erstliga-Basketball.
00:28:41: Heute muss man so viel einsetzen.
00:28:43: Man muss Schule Freunde Freizeit Training Athletik Basketball spielen natürlich unter einen Hut bringen.
00:28:53: Das ist für junge Mädchen heutzutage nicht einfach und ich glaube, dass die heute viel mehr investieren müssen noch als ich damals investieren musste, obwohl ich glaube... Ich war eh mal auf dem Platz aber das ist alles zielgerichtet da.
00:29:06: Man isst schon vielmehr in so einer Maschine drin, als ich das damals war.
00:29:12: Aber das macht keiner!
00:29:13: Das macht keiner.
00:29:14: so viel Zeit investieren, auch wenn man dieses Sportrad liebt.
00:29:18: Wenn man nicht sieht wo man ankommen kann und deswegen versuchen wir hier in Köln den Jungs und Mädchen was zu bieten um zu zeigen wo geht die Reise hin?
00:29:27: Um dann ihnen zu zeigen, wenn ihr so viel investiert, wenn ja so viel Engagement, wenn eure Freizeit, eure Familie, eure Freunde so nebenher organisieren könnt und den Einsatz in diese Sportrad zeigt, dann könnte er hier in Inköln oder woanders ... eben Profi
00:29:43: werden.
00:29:45: Hast du denn zu der Zeit jetzt, ich schätze es waren neunziger Jahre oder?
00:29:48: Ungefähr wo du dann sage ich mal am Höhepunkt deiner sportlichen Karriere...
00:29:51: Ja Ende achtziger Anfang neunzig Jahr.
00:29:53: War das denn so dass du dann auch sag ich mal das Thema Finanzen für dich ... ... so geregelt hast, dass du gesagt hast, ich habe damit Leute zusammen gehabt?
00:29:59: oder hat man da selber gemacht als Spieler damals?
00:30:01: Heute sind's ja Spieler die mit uns zusammenarbeiten ... ... für danach schauen wie gehts weiter?
00:30:06: Das war wahrscheinlich früher ein bisschen anders oder?
00:30:08: Ja Finanze waren für mich nicht.
00:30:10: Also ich werde mich immer gefreut, dass ich Geld oder auch mehr als ich brauchte zu dem Zeitpunkt verdient habe.
00:30:17: Aber für mich gab es ... Ich war jetzt nicht der hat das... Ich hab's nie wegen dem Geld gemacht so und ich konnte mit Geld auch schwer umgehen, muss ich auch sagen.
00:30:28: Also ich habe viel verdient und habe viel ausgegeben so wie man das als junger deutscher oder nicht nur als junges Athlet eben macht.
00:30:36: nun bin ich dann eben auch so groß geworden durch meine Eltern und meine Familie dass sich eben nicht zuviel ausgegeben haben sondern dass das alles noch so gerade an der Grenze war.
00:30:46: Ich hätte mir sparen können und sollen in meiner besten Zeit.
00:30:50: aber ich hab denn auch Der zweite Mann meiner Schwester, der war finanziell da nicht aufgestellt sondern so richtig.
00:31:00: Er hat mich immer ein bisschen beraten und aber es war nicht so... Ich hatte keine drei verschiedene Betreueragenten.
00:31:07: Ich hatte nur einen Agenten fürs Ausland einmal.
00:31:10: Aber das hat nichts damit zu tun dass man aufgehoben ist wie die Spieler heutzutage sind.
00:31:14: Kannst du dich auseinander eine größte oder schlechteste finanzielle Entscheidung erinnern?
00:31:21: Nein, ich habe nie so viel eingesetzt in irgendwas das es mich hätte zerstören können und hab dann auch nie soviel eingesetzt dass ich nicht mehr arbeiten muss.
00:31:34: Das hat sich alles in gesunden Bahnen begeben und ich habe auch nicht so viele verdient.
00:31:41: Und wenn man jetzt da wieder nach Amerika schaut, dann wird einem ja schindelig was die Spieler in der NBA heutzutage verdienen.
00:31:46: Das sind ja Multimillionen pro Jahr, die jeder Spieler und auch Durchschnittspieler meiner Meinung nach bekommen.
00:31:53: Wie ist das denn Europa?
00:31:54: In Deutschland, wie ist da die Finanzstärke?
00:31:56: Sind das Millionenverträge in der ersten Liga für die Basketball-Spieler?
00:31:59: oder sind die Jungs eher darauf angewiesen auch nach Griechenland, nach Spanien zu gehen um dann sag ich mal da auch die besseren Verträge zu erhalten?
00:32:06: Ist Deutschland konkurrenzfrei?
00:32:08: Sowohl als auch definitiv ist Deutschland definitiv mit natürlich Bayern München, Alba Berlin und den anderen großen Mannschaften Ludwigsburg, Oldenburg.
00:32:17: Die jahrelangen auf allerhöchsten Niveau arbeiten und die sich ein Portfolio von Partnern zugelegt haben.
00:32:23: Die A-Wissen das Basketball eine Sportart ist der sich lohnt sich zu zeigen dass es für die Partner wichtig ist und positiv sein kann.
00:32:33: Und dementsprechend gut gearbeitet haben einige Clubs und können mit Fuch und Recht behaupten, dass sie in allerhöchsten Mannschaften in Europa auch mithalten kann.
00:32:43: Ich glaube als guter deutscher Nationalspieler muss man sich keine Sorgen machen.
00:32:48: Die Verträge haben da auch eine große Bandbreite.
00:32:51: ich glaube als junger Deutscher Spieler der nicht weiß wohin die Reise geht er wird immer wenig verdienen aber der kann das versuchen sich damit das Leben zu bauen wie ich es damals versucht habe.
00:33:03: Wenn man dann irgendwann angekommen ist, kann man damit glaube ich ganz gut umgehen.
00:33:07: Es ist kein Fußball aber es ist definitiv eine professionelle Sportart in der es sich für junge Spieler lohnt
00:33:15: zu spielen.
00:33:16: Übrigens hier an Jerry in Vorbereitung auf die Präsentation bei den Rheinstars habe ich mal geschaut Zum Thema Millionenverträge in der NBA.
00:33:24: Sechzig Prozent der NBA-Spieler ist eine Statistik, sind nach der Karriere Sozialhilfeempfänger oder Pleite.
00:33:32: Und das ist vielleicht auch ganz spannend, aber... Vielleicht soll ich mir immer übersiedeln.
00:33:38: Also in die Gefahr werde ich glaube nicht bekommen.
00:33:40: Ich war wahnsinnig früher, aber so Wahnsinn wäre ich glaube nie gewesen dass wenn ich einen Millionenvertrag gehabt hätte, dass sich dann damit nichts mehr anfangen würde.
00:33:49: Du hast gerade, ich finde was Spannendes gesagt, dass du jetzt dir nie hast vorstellen können in den Trainerjob zu kommen weil komm mal da!
00:33:56: ... mal zum Step nach der Karriere.
00:33:59: Du hast ja dann, ich sag mal eine prägende Rolle für den Kölner Basketball eingenommen ein Stück weit die Geschicke hier in der Stadt was den Basketball angeht in die Hand genommen.
00:34:11: wie kam es so?
00:34:12: Du hast gesagt Ende der Karrier gab's einen ersten Job vom Verband.
00:34:16: Wie kam denn der Schwenk zu Köln und dem Basketballstandort hier?
00:34:21: Ja also ich habe ja schon erzählt dass.
00:34:24: Also ich bin nach Köln zurück an meiner Heimatstadt.
00:34:27: Ich bin hier in Kölnhippis geboren und bin ja aufgewachsen mit elf in meine Eltern, dann nach Sinnersdorf gezogen was ja auch noch passt Kölnis.
00:34:34: Nähm Kennzeichen für alle die... Das war immer
00:34:36: ein großes... Nein also ich wollte immer wirklich zurück um diese Perspektive denn an junge Menschen oder Junge Junge, junge Jugendliche weiterzugeben und habe dementsprechend dann in Köln angefangen mit damals noch Herr Bezimmer und Michael Mons zusammen die dann eine Struktur auf die Beine setzen wollten um wasgefallen in Kologne wieder Salon fähig und in die erste Liga zu bringen.
00:35:03: Das hab ich dann in meinem ersten Jahr in der Regionalliga noch als Spieler und Manager.
00:35:09: Wir sind dann in die erste Liga aufgestiegen.
00:35:13: Haben die zweite Liga übersprungen per Waldcard, was in Basketball Deutschland einen großen Aufschrei gab.
00:35:18: Es gab ganz viele Sportpuristen, die sagen das gehört sich nicht.
00:35:21: Man muss eben aufsteigen und noch mal aufsteigern und dann ankommen.
00:35:25: Hat Stefan Weg seine Netzwerke spielen lassen?
00:35:28: Natürlich habe ich meine Netzwerken spielen lassen aber im Endeffekt mussten auch achtzehn Teams damals... dazustimmen und das Konzept gut heißen, dass die Kölner da brachten.
00:35:39: Wir hatten die Langsäß Arena.
00:35:40: Ich hatte meine damaligen Nationalmannschaftskollegen überzeugt in Köln Fuß zu fassen.
00:35:47: Ich habe mit Zwerdeslav Persic stehen vielleicht an der damals schon besten europäischen Trainer davon überzeugen können bei uns das zu machen diesen Club aufzubauen.
00:35:59: Und in dem Entsprechend haben wir dann die Wildcard wahrgenommen und haben dann auch wirklich viel Gegenwind gehabt.
00:36:05: Ganz, ganz viel Gegenwinde.
00:36:07: Wir waren immer die reiche Mannschaft.
00:36:10: Wir haben nicht viel mehr reingesteckt als andere Mannschaften auch und haben das trotzdem natürlich mit dem Trainer- und dem Spielerpotenzial ganz gut hinbekommen.
00:36:19: Im ersten Jahr sind wir Vizemeister geworden, sind gegen Alba Berlin – es war die alte Mannschaft von Mia und von Svele Slav Pelsic im Finale.
00:36:26: Dann haben wir knapp verloren Und Celestaf Persich hatte einen zwei Jahresvertrag bei uns.
00:36:32: und abends nach dem Finale sagte mir Stefan, ich muss mit dir schwörechen.
00:36:37: Ich habe ein Angebot von Barcelona.
00:36:42: War für mich eigentlich klar dass das so wie er mit mir zusammengearbeitet hat so was wir zusammen hier auch in Köln aufgebaut haben, dass es außer Frage war, dass wir dann nicht auf unsere Vertragsfüllung bestehen sondern der gute Gehst du nach Barcelona, was auch für ihn damals ein Riesenschritt war.
00:37:00: Und auch für deutsche Basketballer-Trainer das Nonplus Ultra, Spanien und Barcelona.
00:37:09: Dann suchten wir einen neuen Trainer und er sagte, man muss es machen!
00:37:13: Ich bin dann den ganzen Sommer mit der jugoslawischen Nationalmannschaft, wo ich ein Nationaltrainer war, mitgefahren habe, da hospitiert und bin eingebunden.
00:37:24: sozusagen war Familie für die jugoslawische Nationalmannschaft.
00:37:29: Das war sehr schön, das hat mir super viel geholfen und habe dann eben versucht in Köln umzusetzen.
00:37:35: Hat er dann, würde ich sagen, sportlich auch ganz gut geklappt?
00:37:38: Ja, nein, so auch.
00:37:40: Also es war das erste Jahr aber okay im zweiten Jahr haben wir denn auch den Trainer gewechselt weil das nicht so gut funktioniert hatte.
00:37:47: Ich war dann auch Trainer von vielen Jungs, mit denen ich noch selber gespielt habe und das ist auch nicht so einfach.
00:37:54: dann halt.
00:37:55: Und ich muss auch sagen, meine Persönlichkeitsstruktur ist vielleicht nicht die Beste um Trainer zu sein.
00:38:03: Also wie ich anwag sagte, versucht zu spielen, versuchtes Lafbäsig zu sein, versucht Tony in die Lehre zu sein oder nichts davon zu machen.
00:38:12: Im Endeffekt muss man, glaube ich, authentisch sein als Trainer und seinen eigenen Weg gehen.
00:38:17: Und an das glauben und nichts anderes was man hat.
00:38:20: Das habe ich auch gemacht aber es ist Profisport!
00:38:25: Für mich war die Struktur und das was in Köln passiert immer wichtiger als die eigene Perspektive als Trainer.
00:38:33: Dann haben wir eben da andere Möglichkeiten gefunden
00:38:36: Und vielleicht so die Zuhörer ein bisschen mitzunehmen.
00:38:40: Was ihr gerade erzählt, ist der erfolgreiche Zeit dann in Köln.
00:38:44: Dann war auf einmal Kölnen die reiche Mannschaft im Sinne der anderen Gegner.
00:38:51: und wie ist das dazu gekommen?
00:38:53: Dass dann irgendwann das Geld vielleicht nicht mehr da war...
00:38:56: Auch da gibt es viele Leute!
00:38:59: Nein, also wir sind zwei Vier, zwei Fünf und zwei Sieben Pokalsieger geworden.
00:39:03: Wir sind zwei Sechs, sind wir Deutscher Meister geworden mit Sascha Obradovic als Trainer.
00:39:09: Soron Kukic dabei noch... Das war eine tolle Zeit!
00:39:14: Ja, aber im Jahr seven hat sich dann unser damaliger Hauptanteilseigner der das wirklich maßgeblich angestoßen hat er seine Kontakte in der Wirtschaft geltend gemacht hat, diese Sache ordentlich zu finanzieren.
00:39:32: Da hat sich zurückgezogen.
00:39:36: So will ich es mal jetzt politisch korrekt hier äußern und dann kann man auch nicht mehr darüber sprechen.
00:39:43: Jedenfalls standen wir von jetzt auf gleich ohne ohne unseren Hauptgeldgeber da, unseren Hauptanteilseigner und Sponsor.
00:39:53: Und das ist im Sport immer schwierig.
00:39:55: Ich bin dann als Geschäftsführer damals am nächsten Tag... ich habe es aus der Zeitung erfahren!
00:40:01: ... bin dann am nächsten tag direkt zum Insolvenzgericht um nicht schlimmeres Slab passieren zu lassen.
00:40:09: Wenn man als Sportklub so in der Öffentlichkeit mit diesem Insolvensverfahren In Berührung kommt, dann ist es schwer.
00:40:19: Dann hört man sehr oft, wir wollen nicht gutes Geld schlechtem hinterher schmeißen.
00:40:23: Die Partner warten erst mal ab.
00:40:25: Wir haben es damals geschafft noch ein Investor aus Hamburg für uns zu überzeugen und das war wirklich spitz auf Knopf.
00:40:31: Ich war kurz vor Rückzug bei der Liga wo er seinen Go gegeben hat in die Kabine.
00:40:37: Ja, wir können doch spielen.
00:40:38: Das war schon eine sehr emotionale Zeit Und haben das noch paar Jahre rüber gerettet Aber es war nicht auf dem Niveau, wo man das in Köln hätte weitermachen
00:40:49: können.
00:40:50: Jetzt hast du uns ja schon mitgenommen um Spieler und Trainer funktionär.
00:40:54: Das heißt ich glaube dir kann keiner was erzählen!
00:40:56: Du kennst alle Facetten... Ja
00:40:59: auch für Sport eins war ich...
00:41:01: Ich wollte jetzt als Kommentator auch noch.
00:41:03: Was würdest du denn den Kölnerinnen oder Leuten aus Nordrhein-Westfalen vielleicht raten?
00:41:09: Warum sollen sie dann nach Kölnemarck wieder kommen in die Halle?
00:41:14: Sie sollen kommen und dasselbe sehen.
00:41:16: Ich finde Basketball ist eine tolle Sportart, für jemanden der Fußball sehr lebt wie ich oder jede Sportart – fast jede Sportarte auch immer versucht habe zu machen.
00:41:27: Basketball passiert so viel.
00:41:30: Es gibt Offense, Defense, es geht hin und her….
00:41:34: Man hat keine Zeit, sich auszuruhen.
00:41:37: Man muss nicht nur auf einem Fußball vorne stehen oder in der Abwehr oder seine Position.
00:41:43: Jeder spielt überall.
00:41:44: Man kann nicht länger als fünf bis sechs Minuten am Stück.
00:41:48: Wenn man richtig intensiv spielt geht das nicht mehr als fünf oder sechs Minuten.
00:41:51: Das ist ähnlich wie Eishockey und Inline Hockey.
00:41:57: Es geht kein Spiel Null-Null aus.
00:41:59: Also sagt, es geht
00:42:00: was ab bei euch?
00:42:01: Ja ja also es gibt immer einen Sieger ein Verlierer.
00:42:03: ich finde in der heutigen Zeit wo der Sport so eine emotionale Geschichte schreiben kann sodass eben keine Wiederholung keine Zehntausendste Wiederholungen von meinerzeit Bonanza oder die Shiloh Ranch dann gab's sondern das Sport wird immer wieder neu geschrieben.
00:42:20: jedes Jahr jedes jedes Spiel ist ne neue Geschichte.
00:42:23: es gibt den emotionales Ende mit einem Sieger So da steht und im Verlierer, der Kopf in die Hände birgt.
00:42:31: Das ist ja in heutigen Gesellschaft sehr viel wert.
00:42:34: Da kann man mitfiebern.
00:42:35: Es ist ein großer Runder Ball, den man gut verfolgen kann.
00:42:37: Die Spieler sind direkt... Die laufen an einem vorbei, die Zuschauer sitzen nah am Spielfeld.
00:42:42: Die haben kein Helm keine Rüstung an.
00:42:44: Die können nie erkennen.
00:42:45: Sie sind Athleten!
00:42:47: Es gibt keinen Unentschieden beim Basketball.
00:42:49: Wir Basketballer sagen unentschieden ist wie die eigene Schwester küssen.
00:42:53: Ja es muss einen Sieger und einen Verlierern geben Und dementsprechend intensiv und emotional sind diese Spiele, haben eine tolle Stimmung.
00:43:01: Deswegen sollen die Leute aus der ganzen Welt nach Köln kommen und sehen wie das hier zelebriert wird.
00:43:06: Nimm uns vielleicht nochmal mit, weil ich bin das ganz spannend jetzt mit einem anführenden Strich dem Niedergang oder dieser großen Niederlage dass dann das Niveau nicht mehr so gehalten werden konnte im Basketball.
00:43:16: Wie hast du die Kraft noch mal aufbringen können?
00:43:20: die heutigen Rheinstars wieder dahin zu bringen und auf den Weg zu bringen, auf dem sie heute sind.
00:43:27: Also als es erstmal Schluss war und denn das die Insolvenz abgewickelt worden ist, gab's ja immer noch einen großen Verein in Köln mit mehreren hundert Mitgliedern und einer großen Jugendarbeit.
00:43:38: Ich hab mich so im Hintergrund so ein bisschen bemüht dass diese Jugendarbeit sehr gut war wo wir immer wieder Spieler in die Jugendnationalmannschaften gebracht haben weiter funktioniert Und habe das zum Anders genommen.
00:43:49: dann irgendwann, als die Zeit nach ein paar Jahren wieder da war mit guten Freunden und Leuten, die ich kannte eine neue Gesellschaft zu gründen.
00:44:00: Das Thema nochmal anzugehen.
00:44:02: Wir haben es ja damals schon mal gemacht.
00:44:04: Ich glaube, es war auch jetzt kein Hexenwerk!
00:44:06: Wir haben versucht Leute um uns zu gruppieren, haben dann die Mannschaft in Köln genommen, die am höchstklassischen gespielt hat – das waren damals die zweite Regionalliga haben dort die Rechte mehr oder weniger übernommen für die erste Mannschaft.
00:44:20: Wir stehen dafür gerade, dass hier Basketball wieder nach oben kommt.
00:44:23: Wir finanzieren die Spieler und die Trainer.
00:44:26: Die Jugendarbeit wird vom Verein erledigt mit einem Kooperationsvereinbarung.
00:44:30: Wir haben erst mal die beiden größten Basketball-Clubs den MTV Köln damals genommen und die Kölner Ninety Niners geformt.
00:44:39: Später haben wir daraus dann die Rheinstars gemacht Und so sind wir unseren Weg gegangen, sind dann aufgestiegen aus der zweiten Regionaliga und die ersten Regionaliga.
00:44:47: Aus der ersten Regionalliga, dann direkt in die Pro A und sind jetzt immer auf dem Sprung pro B, pro A um uns dann wieder in die erste Liga zu bringen was glaube ich sehr gut funktionieren wird wenn es dann endlich eine Halle in Köln gibt die den Anforderungen der Ersten Liga entsprechen
00:45:04: können Und einer halbte ja schon mal schön entwickeln dürfen, weil ich selber schon vor Ort der Campus die ganze Jugendabteilung auch die Profis trainieren.
00:45:13: Sicherlich schonmal so der erste große Schritt da den Unterbau nochmal zu professionalisieren.
00:45:21: und jetzt kommt meine... Ich habe lange noch mit einem heißen Mann herum geredet.
00:45:25: Du hast gerade schon angesprochen, Halle!
00:45:27: Ihr spielt aktuell in der Motorworlds mit sehr viel Aufwand und es wird immer auf- und abgebaut vor den Spielen.
00:45:33: Wie ist so deine Vision?
00:45:35: Was die Spielstätte hier in Köln angeht?
00:45:37: Also du hast ja den Campus erwähnt.
00:45:39: ich glaube die Geschichte und die Erfahrungen die alle für Basketball arbeiten in Kologne zeigt dass es super wichtig ist eine Heimat zu haben, ne Seele.
00:45:52: die alten Sportarten wie Fußball, Tennis und Hockey.
00:45:55: Die sind groß geworden weil sie jeder Verein hat ein Vereinsheim.
00:46:00: Das ist ja das was es ausmacht.
00:46:02: Sie haben eine Heimstätte.
00:46:04: Und die neuen Sportarten oder die jungen Sportarten Wie Basketball auch Volleyball, die damals in Deutschland nicht so professionell aufgestellt waren oder die hatten halt keinen Platz.
00:46:14: Die mussten dann in verschiedenen Schulturnhallen Jeder musste dem anderen weichen.
00:46:19: Der Hausmeister war da, also ich glaube man kann das Sportart nicht oder auch ein Verein nicht entwickeln wenn er keine Heimat, keiner Seele hat.
00:46:27: und wir haben jetzt knapp neunhundert Mitglieder und Wir haben eine Begegnungstätte.
00:46:32: Also wir haben ja nicht von Anfang an diese Begegenungsstätte gehabt sondern das haben wir jetzt erst in den letzten Jahren etabliert Und das hat uns so viel Kraft gegeben.
00:46:38: die Zuschauer strömen jetzt mehr In die Halle als früher, früher mussten wir für jeden einzelnen Zuschauer Auch in der Langsäser-Rena unglaublich viel arbeiten.
00:46:47: Die Eltern bringen ihre Kinder mit, oder die Kinder bringen ihre Eltern mit.
00:46:50: Das hat eine so eine Sogwirkung und wir haben halt super Energie da.
00:46:55: Wir haben fünf Felder, wir haben vom Feinsten das ist schon amerikanische MBE-Verhältnisse oder top europäische Verhältnisse was wir da bieten können.
00:47:05: ich habe ein Büro mit Fenster zur Halle wo ich jeden Tag sitze und sehe die acht zehn zwölf Jürgen nicht skauten sondern ich sehe die Energie die da auf dem Feld stattfindet und die mich dann auch dabei hat, weiter dafür zu arbeiten.
00:47:19: Und das ist eigentlich die größte Basis, die wir geschaffen haben.
00:47:22: Deswegen bin ich mir gar nicht bang was da passieren wird.
00:47:25: Der nächste Schritt ist tatsächlich wie du sagst es eben eine Spielstätte zu entwickeln wo diese Basis umgeformt werden kann in Spielen auf allerhöchsten Niveau und im professionellen Basketball so wie er zelebriert präsentiert werden kann.
00:47:43: Diese Perspektive hat uns die Stadt zunächst geboten mit dem Umbau des Ratsstadions.
00:47:50: Wir sind in den Sporthlicht aufgestiegen, um festzustellen dass diese Halle jenseits von Ertüchtigung oder Fertigstellung ist obwohl es hier fertig sein sollte.
00:48:02: Der neue Termin ist siebenundzwanzig.
00:48:04: Wir fiebern dem Terminal gegen und hoffen, dass es dann auch siebenzwanzzig ist.
00:48:08: Nicht
00:48:08: die zweite Oper in Köln?
00:48:10: Nein das wird's nicht!
00:48:12: Aber es sind natürlich... Auch das ist ambitioniert.
00:48:15: Und bis dahin haben wir jetzt die Motorwirt als neue Spielstätte gewonnen.
00:48:23: Wie jeder Multifunktions Arena ist es eine nackte Halle, nacktes Arena.
00:48:32: Die wir mit Tribünen, Boden, Körben, Webraum, Zuschauer alles was drum herum um so ein Spiel eben braucht müssen wir alles da etablieren was ein Riesenaufwand ist und was kosten ist die offen zu kommen mit den Tribüten alleine.
00:48:50: Wir nehmen das als als Brückeninvestition um dann eben in der ersten Liga eine Situation zu schaffen, indem wir glaube ich gesünder nochmal arbeiten können.
00:49:00: Und was wird Stefan Beck heute Jugendlichen raten mit seinem Wissen die jetzt ja vielleicht auch motiviert durch die Spiele der Rheinstars oder den Weltmeistertitel der deutschen Profi im Basketball- oder Basketballerin werden wollen?
00:49:16: Was würdest du denn jungen Spielern und Spielerinnen raten?
00:49:19: Ich weiß gar nicht, ob ich ein guter Rat gebe.
00:49:21: Weil ich schon Basketball verstrahlt bin und Stuhl bin und ich glaube wir schaffen das und ich nicht aufhöre dafür zu arbeiten.
00:49:29: aber ich würde unabhängig für meine Situation, wenn ich jungen Menschen raten mache dass was euch Spaß bringt weil dann ist die Leistung meistens besser oder auch die Energie die man reinsteckt ist nicht erzwungen und es fällt einem viel einfacher für etwas Zeit zu investieren, dass einem wirklich Spaß macht und das man liebt.
00:49:50: Und wenn diese Liebe da ist, wenn man das sieht dann muss man früher oder später schauen.
00:49:57: wieviel Zeit und wieviele Engagement und wieviele Arbeit muss man zusätzlich zur Liebe noch in die Sportart stecken?
00:50:03: Wenn man das bewältigen kann, dann stehen einen Tor und Tür offen für eine tolle Profikarriere in der schönsten Sportart, die ich mir vorstellen kann!
00:50:13: Wir kommen schon langsam aufs Ende, Stefan.
00:50:14: Ich habe noch zwei oder drei Highlight-Fragen für mich, die ich immer jedem Spieler stelle, egal aus welcher Sport hat.
00:50:20: Wer war denn so dein bester Mittelfeldspieler?
00:50:24: Der beste Mitspieler, den du je hattest?
00:50:26: Ein bester Mitspielern, den ich je hatte, war tatsächlich Brian Borek.
00:50:30: Das war in der Zeit, wo wir mit Saturnen Köln, eighty-six und eighty-seven Deutsche Meister geworden sind.
00:50:37: Er war einer der ersten, die aus der MBE zu uns gekommen sind.
00:50:42: Er spielte meine Positionen aufbauen und einen Shooting Guard.
00:50:45: Und er hat mir eine ganz neue Welt eröffnet.
00:50:50: Er hat mich mit Tricks gezeigt – also auch nicklige Tricks wie ich den Gegenspieler beschäftige!
00:50:57: Also jetzt nicht nur mit dem Ball, sondern auch verbal hier und da mal so ein bisschen... Wie
00:51:02: war denn der MBA?
00:51:03: War der Downstar?
00:51:04: Nee, das waren die Stars….
00:51:10: Damals sind da keine Stars gekommen, sondern es war ein Spieler der Teil der Mannschaft und nicht unwichtig war.
00:51:16: Der Riesen-Talent hatte und hier in Deutschland der beste Spieler war.
00:51:22: Und er hat mich richtig weitergebracht.
00:51:27: Das war mein bester Spieler.
00:51:29: Sonst habe ich viele gute Spieler gehabt.
00:51:31: Wer ist für dich der beste deutsche Spieler?
00:51:39: In meiner Zeit, der beste deutsche Spieler war für mich ...
00:51:45: Detlef Schrempfer auch deine Zeit?
00:51:47: Mit dem haben wir zusammen die Olympiakqualifikation gespielt.
00:51:50: Aber er hat ja nie in Deutschland gespielt, sondern College, er hat diesen Weg als in der High School College.
00:51:57: Das war schon sehr unüblich.
00:51:59: Ich habe es ja damals anfangs erzählt aber er hat das geschafft.
00:52:03: Definitiv waren das natürlich ein Highlight.
00:52:06: Aber so die Spieler mit denen ich permanent zusammengespielt hab war Henry Krödel in Berlin und Nationalmannschaft, Marc Jekyll, All Time Leading Scorer der deutschen Basketball Geschichte den vor kurzem ehren durfte als in der Nacht der Legenden.
00:52:24: und dann Henning Harnisch, kein Nürnberger.
00:52:27: Michael Koch, der jetzt Trainer in den Leverkusen ist.
00:52:29: das sind so die besten Spieler mit denen ich
00:52:31: gespielt habe.
00:52:32: Ja und letzte Frage dein größter und schönster sportlicher Moment?
00:52:36: Ich hab's glaube ich eingangs erwähnt.
00:52:39: es gibt mehrere Momente also alle.
00:52:43: Persönlich war für mich Highlight vielleicht das beste Spiel, was ich gemacht habe mit Köln gegen die Vakusen in diesen sieben-dreißig Punkten.
00:52:51: Es ist alles für mich wie Zeitlupe war und wo alles klappte.
00:52:56: Ich fand Olympiade und Europameisterschaft schwer, Dana in Unterschied zu machen.
00:53:04: Der Courage-Pokal mit Berlin – das war der erste internationale Titel für eine deutsche Mannschaft hatte ich nicht so viele Anteile, weil ich verletzt war oder kurz vorher verletzbar und dann erst zurückgekommen bin.
00:53:15: Aber das waren Zehntausend Leute in der Deutschlandhalle in Berlin.
00:53:21: Das war auch schön!
00:53:22: Aber Europameisterschaft ist das was alle natürlich auch immer sagen und was auch glaube ich richtig ist dass das alles an.
00:53:31: Letzte Frage von mir.
00:53:32: Wo sehen wir die Rheinstars und Stefan Beck in fünf Jahren?
00:53:39: Gute Frage.
00:53:41: Ich würde nicht hier sitzen, wenn ich nicht festan glauben würde dass wir in fünf Jahren in der ersten Liga wieder spielen und da glaube ich auch eine gute Rolle spielen.
00:53:50: ob wir gegen Berlin oder München in den ersten Jahren wieder bestehen das ist eine andere Frage.
00:53:55: aber ich glaube wie werden alles dafür tun später auch wieder eine Mannschaft zu sein die in der BBL als in Kölner Standort sein wird der für Furore sorgen kann.
00:54:08: Stefan, ganz liebendank für deinen Besuch heute.
00:54:12: Ja!
00:54:13: Und trotz kurzzeitiger belgischer Abbiegelkampf...
00:54:17: Ich frage mich zurück mal,
00:54:18: ja?
00:54:19: Hat mir das sehr viel Spaß gemacht, ich denke Jerry auch und ganz lieben Dank dass du
00:54:24: gekommen bist.
00:54:25: Viel Erfolg beim Spiel heute Abend.
00:54:26: Danke.
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